Der Erste Eindruck:
Während der Projektwoche haben wir uns im Rahmen des Projektes ,,Auf Messers Schneide“ mit einem Ort auseinandergesetzt, der für viele Menschen einst ein Ort des Leides, der Furcht und des Verlustes war. Die Rede ist von dem Stalag 326 in Stukenbrock. Es wurde zu einem Ort, der uns tief berührt hat.
Am Anfang wussten die meisten von uns gar nicht, was dieses Kriegsgefangenenlager war oder, was für eine tiefgründige Geschichte es mit sich trägt. Erst durch das Projekt, der Besuch bei dem Stammlager und die kreative Auseinandersetzung mit Hinarbeit auf die Aufführung, wurde uns bewusst, wie wichtig die Auseinandersetzung mit solchen Orten ist.
Unser Besuch im Stalag 326:
Im Rahmen des Projektes haben wir das Stalag 326 in Stukenbrock auch besucht. Während unseres Besuches wurde uns direkt bewusst, wieviel Geschichte dieser Ort mit sich trägt. Die Barracken, das Gelände und diese gewisse Stille, die dieser Ort mit sich trägt, hat uns gezeigt, wie schwer der Alltag für die Gefangenen war. Besonders bedrückend waren die genauen Zahlen. Insgesamt wurden an diesem Ort nämlich über 300.000 Menschen gefangen gehalten und Schätzungen zufolge kamen mindestens 15.000 von diesen um. Aus anderen Quellen ist aber auch zu entnehmen, dass sogar bis zu 65.000 Menschen umgekommen sind.
Die Mitarbeitenden vor Ort erzählten uns während der Führung von den Lebensumständen, von dem Hunger und der Angst, unter denen die Gefangenen leben mussten.Dadurch wurde uns klar, unter was für unmenschlichen Lebensumständen die Gefangenen leben mussten, und wir haben verstanden, wie wichtig es ist, solchen Orten zuzuhören und ihnen den Raum zu geben, den sie benötigen.
Was uns persönlich sehr berührt hat, ist diese Art von Stille, die dieser Ort mit sich bringt. Eine Stille, die nicht einfach leer und emotionslos ist, sondern voller Erinnerungen und Geschichten.
Jeder kann selbst entscheiden, wie er mit Informationen umgeht. Doch das, was wir an diesem Ort erfahren haben, hat uns als Gruppe zum Nachdenken gebracht und emotional berührt.
Was wir aus dem Projekt mitnehmen:
Während des Projektes haben wir immer mehr erkannt, warum manche Geschehnisse nie vergessen werden sollten. Der Alltag der Gefangenen war grausam. Täglich waren sie Angst, Gewalt und Entmenschlichung ausgesetzt. Dieses Ausmaß an Leid war für uns undenkbar.
Was uns im Laufe des Projektes besonders tief bewegt hat, ist, dass hinter jeder Zahl ein echter Mensch mit seiner eigenen Geschichte stand. Vor der Auseinandersetzung waren diese vielen Schicksale für uns kaum vorstellbar. Die dort gesammelten Eindrücke haben die Opfer für uns greifbarer gemacht.
Das Projekt hat uns verinnerlicht, warum Erinnern wichtig ist. Wenn wir die Vergangenheit vergessen, besteht die Gefahr, dass sich Gewalt, Hass und Ausgrenzung wiederholen. Denn nur, wenn wir die Schicksale der Menschen kennen und verstehen, können wir daraus lernen. Es ist unsere Verantwortung, die wir gegenüber den Opfern und gegenüber zukünftigen Generationen, unseren Beitrag gegen Unmenschlichkeit, Hass uns Ausgrenzung zu leisten, damit sich so etwas nicht wiederholt.
Wir wünschen uns für die Zukunft, dass die Erinnerungen an die unzähligen Opfer bewahrt werden. Denn nur so erschaffen wir eine Welt, in der Frieden, Respekt und Menschlichkeit überall selbstverständlich sind und alle Menschen den gleichen Wert tragen.
Warum sich ein Besuch unserer Aufführung lohnt:
Geschichte ist mehr als das, was im Schulbuch steht. Sie handelt von echten Menschen, ihren Erlebnissen und den Entscheidungen, die sie treffen mussten. Genau das möchten wir mit unserem Theaterstück „Auf Messers Schneide“ zeigen. Durch die Kombination aus Schauspiel und Poetry Slams werden Gefühle und unterschiedliche Sichtweisen auf eine besondere Weise vermittelt. Gerade Poetry Slams können Gedanken und Emotionen sehr direkt ausdrücken und regen dazu an, über das Gesehene nachzudenken.
Unsere Aufführung soll nicht nur informieren, sondern auch bewegen. Das Publikum kann sich auf ein emotionales Theatererlebnis freuen, das Vergangenheit auf eine eindrucksvolle Weise lebendig werden lässt. Unsere Aufführung lädt dazu ein, sich mit Geschichte auseinanderzusetzen, neue Perspektiven kennenzulernen und die Bedeutung von Erinnerung für unsere heutige Zeit zu erkennen.
Wir freuen uns, wenn möglichst viele Zuschauerinnen und Zuschauer unsere Aufführung besuchen und dieses besondere Projekt gemeinsam mit uns erleben.
| Aufführungstermin | 25.09.2026 |
| Uhrzeit | 19 Uhr, Einlass und Ausstellung ab 18 Uhr |
| Ort | Aula vom Brackweder Gymnasium (Beckumerstraße 10, 33647 Bielefeld) |
Kommt vorbei und erlebt, wie Theater Geschichte auf eine ganz besondere Weise erzählen kann. Denn Geschichte wird erst lebendig, wenn man sie fühlt und genau das möchten wir mit unserer Aufführung zeigen.
