Schwitzige Klassenräume, stickige Luft und nachlassende Konzentration – wenn im Sommer die Temperaturen steigen, wird der Schulalltag schnell zur Herausforderung. Genau mit diesem Thema beschäftigte sich die Klasse 7a in einer Vertretungsstunde. Ziel war es, Ideen für ein sogenanntes Hitzekonzept zu entwickeln, das den Unterricht an heißen Tagen angenehmer gestalten soll.
Zu Beginn sammelten die Schülerinnen und Schüler die größten Herausforderungen, die extreme Hitze im Schulalltag mit sich bringe. Schnell wurde deutlich, dass hohe Temperaturen die Konzentration beeinträchtigen und zu Erschöpfung sowie Lustlosigkeit führen könnten. Besonders in den oberen Stockwerken stauten sich die warmen Luftmassen, sodass selbst geöffnete Fenster häufig keine spürbare Abkühlung brächten. Nach dem Sportunterricht oder längeren Pausen falle die Rückkehr in den Unterricht vielen besonders schwer. Außerdem fehle es auf dem Schulgelände an ausreichend Schattenplätzen. Da an heißen Tagen deutlich mehr getrunken werden müsse, stoße auch der Wasserspender zeitweise an seine Grenzen.
Nachdem die Probleme gesammelt worden waren, überlegte die Klasse, wie sich die Situation verbessern ließe. Dabei entstanden zahlreiche Ideen – von Maßnahmen, die die Schülerinnen und Schüler selbst umsetzen könnten, bis hin zu Vorschlägen für die Lehrkräfte, die Stadt Bielefeld und das Land Nordrhein-Westfalen. Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig, dass bereits kleine Veränderungen helfen könnten. So könne jede und jeder ausreichend – möglichst kaltes – Wasser mitbringen, leichte Sommerkleidung tragen sowie Fächer oder kleine Taschenventilatoren nutzen. Ebenso wichtig sei es, regelmäßig zu trinken und aufeinander zu achten. Auch für den Unterricht wurden zahlreiche Anregungen gesammelt. Regelmäßige Trinkpausen, ein ruhigerer Unterrichtsablauf an besonders heißen Tagen sowie längere Erholungspausen könnten den Schulalltag erleichtern. Wenn es die Unterrichtssituation zulasse, könne der Unterricht außerdem in die Sporthalle oder an schattige und kühle Orte im Freien verlegt werden.
Darüber hinaus richtete die Klasse ihre Wünsche an die Verantwortlichen. Kurzfristig könnten zusätzliche Ventilatoren oder Fächer für die Klassenräume sowie angepasste Unterrichtszeiten an besonders heißen Tagen für Entlastung sorgen. Langfristig wünsche sich die Klasse modernisierte Schulgebäude mit einer besseren Belüftung oder – wo sinnvoll – Klimaanlagen sowie eine zuverlässige Versorgung mit kostenlosem Trinkwasser. Gleichzeitig wurde angemerkt, dass technische Lösungen möglichst umweltverträglich umgesetzt werden sollten.
Die Ergebnisse zeigen, dass viele Verbesserungen bereits mit einfachen Maßnahmen beginnen können. Gleichzeitig macht die Ideensammlung deutlich, dass sich Schulen langfristig an die Folgen des Klimawandels anpassen müssen. Die Vorschläge der Klasse 7a sollen deshalb nach den Sommerferien weiter besprochen und schrittweise geprüft werden. Vielleicht wird aus einer Vertretungsstunde so ein erster Schritt zu einem nachhaltigeren und angenehmeren Schulalltag. Ein herzliches Dankeschön gilt der Klasse 7a für ihre engagierte Mitarbeit und die zahlreichen Ideen. Sie zeigt eindrucksvoll, dass gute Lösungen oft dort entstehen, wo gemeinsam nachgedacht, diskutiert und nach vorne geblickt wird.
ec
