Im Rahmen des Projekts ,,Zeitung“ führten Stine, Sümeyra und Nazra ein Interview mit Frau Niekamp, Herrn Kallmer und Frau Sievert durch, die bald nach langer Zeit das BwG verlassen. Im Zentrum des Gespräches stand die Aspekte „Lehrberuf im Fokus: Motivation, Alltag und die besten Momente am BwG“
Plan A oder Plan B?
Manche wissen schon früh, was sie wollen, andere landen über Umwege im Klassenzimmer. Bei Herrn Kallmer war die Sache klar. Er wollte einfach sein Hobby zum Beruf machen, auch wenn die ursprüngliche Alternative „freier Musiker“ sicherlich auch cool gewesen wäre. Seine Lieblingsfächer waren passenderweise Musik und Sprachen.
Frau Sievert und Frau Niekamp hatten dagegen erst ganz andere Pläne. Beide zog es in die Welt der Sprachen und des Tourismus. Frau Niekamp sammelte als Au-pair mit zwei Kindern erste Erfahrungen und dachte über eine Karriere im Tourismus oder als Dolmetscherin nach. Auch Frau Sievert startete direkt eine Ausbildung zur Dolmetscherin. Doch ein begeisternder Spanischkurs änderte alles! Sie wechselte an die Uni, entschied sich fürs Staatsexamen und brachte ihre Liebe zu Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch schließlich ans BWG. Frau Niekamp entdeckte neben Englisch auch die Erziehungswissenschaften für sich – und gab uns die klare Antwort: „Eigentlich nur Lehrerin!“
Ein ganz normaler Arbeitstag: Stress, Kaffee und Korrekturen
Wer denkt, dass Lehrer nach der 6. Stunde einfach Feierabend haben, liegt völlig falsch. Der Tag startet oft früh im Lehrerzimmer. Für Herrn Kallmer geht es direkt los mit dem Blick auf den Vertretungsplan, Absprachen mit Kollegen und natürlich dem Unterricht. Frau Niekamp startet den Tag erst mal mit einem Frühstück direkt in der Schule, bevor kopiert und unterrichtet wird.
Der eigentliche Marathon beginnt aber erst nach Schulschluss. Frau Sievert beschreibt den Alltag als echten Allround-Job. Inhalte vermitteln, Methoden beibringen, Konflikte klären und Unterrichtsstörungen bändigen. Und zu Hause? Da geht die Arbeit weiter. Während Frau Niekamp am Schreibtisch Stunden auswertet und die nächsten Tage plant, versinkt Frau Sievert vor allem in der Klausurenphase in Bergen von Korrekturen. Ihr Tag endet oft genug völlig geschafft im Bett. Der Rettungsanker im stressigen Alltag? Bewusste Essenspausen, ein Kaffee und das Lächeln im Gesicht.
Die besten Ausreden und unvergessliche Highlights
Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Wir wollten wissen, was die kreativsten Ausreden für vergessene Hausaufgaben waren. Frau Niekamp musste lachen, als ein Schüler behauptete, sein Arbeitsblatt sei einfach „weggeflogen“. Herr Kallmer bekam zwar keine klassische Ausrede, dafür aber einen frechen Witz gedrückt: „Herr Lehrer, Sie sahen gestern so schlecht aus, ich dachte, Sie kommen heute nicht!“
Was bleibt den Lehrkräften am Ende am meisten in Erinnerung? Es sind die Gemeinschaftsmomente. Für Frau Niekamp waren es die legendäre Klassenfahrt der 10b und die feierlichen Abschlussprüfungen. Herr Kallmer dachte sofort an das große Highlight zurück: die 60-Jahre-BWG-Feier. Und Frau Sievert schwärmte von einer ganz besonderen Aktion mit den Angestellten der Schule, bei der sich alle als ein echtes, riesiges Team gefühlt haben.
Stine, Sümeyra und Nazra

